Im letzten Jahr 2010 gingen immer wieder Meldungen wie: "Lebensmittel werden weiterhin billiger" oder "Lebensmittelpreise weiterhin auf dem Tiefstand" durch diverse Medien. Nun, diese Meldungen orientierten sich wohl eher an einzelnen Produkten. Insgesamt steigen die Preise für Lebensmittel Jahr für Jahr kontinuierlich.
Jürgen Abraham, Vorsitzender der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungswirtschaft, sieht für das Jahr 2011 eine allgemeine Preissteigerung von 3 bis 4 Prozent für Lebensmittel kommen. Andere Studien gehen sogar von bis zu 7 % Teurungsrate aus. Und, dieser Trend wird nicht nur anhalten, sondern unsere Geldbörsen stetig mehr belasten. Laut Experten liegen die Gründe für die gravierenden Preissteigerungen bei Lebensmitteln auf der Hand:
- Sehen wir mal von den miserablen Geburtenraten in Deutschland ab, wächst die Bevölkerung weltweit gelinde gesagt "rasant". Hatte die Erde 1960 noch rund 3 Milliarden menschliche Bewohner, sind es derzeit schon 7 Milliarden. Entsprechend wächst der Bedarf und die Nachfrage.
- Energie wird deutlich teurer und treibt die Produktionskosten der Lebensmittelindustrie in die Höhe.
- Zunehmende ungünstige Klimaschwankungen bedingen starke Ernteverluste. Die Preise an den Rohstoffbörsen klettern.
Vor allem der letzte Punkt wirkt sich gegenwärtig in Form von Preisexplosionen bei einzelnen Lebensmitteln aus. Die Ernten von Kartoffeln und Äpfeln war im letzten Jahr aufgrund der extrem langen Hitzeperiode sehr schlecht, so dass vor allem deren Erzeugnisse sehr teuer sind: Apfelsaft wurde innerhalb eines Jahres um 33 Prozent teurer, Tiefkühl- Pommes sogar um satte 43 Prozent. Ok, Apfelsaft und Pommes aus der Truhe kann man sich ja durchaus verkneifen. Beim Kaffee, meiner bevorzugten Arbeitsdroge und Genußmittel zugleich, hört der Spaß allerdings auf. Die Einzelhandelspreise für Kaffee stiegen ebenfalls in einem Jahr um 33 Prozent. Davon betroffen sind nahezu alle Kaffeesorten und Produkte wie Kaffeepads, Cappucino usw. Damit kann man sich letztlich jedoch nur abfinden, da Brasilien, weltweiter Kaffeeexporteur Nummer eins, letztes Jahr wegen plötzlich einfallendem Frost in den Höhenlagen der Kaffee Anbaugebiete starke Mißernten zu verzeichnen hatte.
Auch wenn klimatisch bedingte Ertragsverluste keinen Dauerzustand darstellen, werden wir uns meiner Meinung nach langfristig darauf einstellen müssen, generell mehr Geld für Lebensmittel auszugeben.
Herzlichen Dank, endlich habe ich den Sachverhalt verstanden :)
Grundsätzlich richtig, aber etwas komplexer sind die Hintergründe schon ;)
@ Gast:
Ja, schon klar. ich wollte nur einige gewichtige Aspekte anführen. Alles andere würde einen Blogpost schlichtweg sprengen....
Hatte die Erde 1960 noch rund 3 Millionen menschliche Bewohner, sind es derzeit schon 7 Millionen MILLIARDEN = 1000 x Millionen Es heisst, 500 Millionen Bürger von EU ist nur SIEBEN prozent von allen menschliche Bewohner den Erde.
Nein, wie peinlich. Natürlich Milliarden. Danke für den Hinweis!
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