Der schnelle Euro mit dem "Obama Hund"

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obama hundWo ein Hype, da auch ein Geschäft! Seit dem der US- amerikanische Präsident Barack Obama "Bo", den portugiesischen Wasserhund in das Weiße Haus in Washington einführte, erlebt die Hunderasse weltweit einen Nachfrage- Boom. Bevor Obama seinen Kindern Bo schenkte, gab es in Deutschland schätzungsweise gerade einmal rund einhundert portugiesische Wasserhunde. Nun will Hunz und Kunz auch so einen "Obama Hund". Die Nachfrage steigt permanent und seriöse Züchter sind schwer genervt. Sie fürchten, dass Bo's Artgenossen zu einer Modeerscheinung avanchieren und bemängeln, dass viele der potentiellen Neuinteressenten sich in keinster Weise über die Charaktermerkmale des Tieres informieren. Hauptsache auch so einen Hund wie Obama. Wenn der so einen hat, passt das schon.


[Portugiesischer Wasserhund | Quelle: Silke Hollje-Schumacher, Bild steht unter GNU Lizenz für freie Dokumentationen]

Dabei hat Familie Obama seinen Vierbeiner mit Bedacht ausgewählt. Das Fell ist sehr untypisch für Hunde, vielmehr mit dem menschlichen Haar vergleichbar. Ein wichtiger Punkt, denn in der Familie Obama gibt es einen Hundehaar- Allergiker. Kinderfreundlich ist der portugiesische Wasserhund ebenfalls, ein nahezu perfekter Familienhund mit sanftem Gemüt und wohligem Temperament. Sein Name rührt wohl daher, dass die Portugiesen in Früher beim Fischfang als Hilfskraft eingesetzt haben.

Das Problem mit dem portugiesischen Wasserhund ist derzeit, dass sich Geschäftemacher, die auf den schnellen Euro aus sind, den Boom und die Unwissenheit der Leute gleichzeitig zu Nutze machen wollen. Katrin Umlauf vom Tierschutzbund kritisiert an den aktuellen Angeboten von "Obama Hunden", dass neben Mischlingen, die als reinrassige portugiesische Wasserhunde verkauft werden, sehr  viele Angebote aus Massenzüchtungen stammen. Das Problem bei Massenzüchtungen ist einerseits, dass die Hunde sehr anfällig für typische Krankheiten sind, und andererseits die Welpen kaum oder gar keinen Kontakt zu Menschen kennen. Dieser frühe Kontakt zum Menschen ist jedoch für die Sozialisation der Hunde sehr wichtig. Die Welpen brauchen positve Erfahrungen mit Menschen, um entsprechendes Vertrauen aufzubauen. Viele Tiere aus Massenzüchtungen sind verhaltensgestört. Katrin Umlauf empfiehlt deshalb dringend, sich vor dem Kauf eines Hundes die Gegebenheiten beim Züchter genau anzusehen. 

Mehr Informationen finden Interessierte auch im Hundeforum Hamburg, wo alle erdenklichen Problematiken rund um den Hund diskutiert werden können. Das Repertoire der Themen reicht von Welpenaufzucht über rassenspezifische Problematiken bis hin zur Vermittlung von Hunden bestimmter Rassen.

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