In 2014 sollen mehr Digitale als Print- Produkte verkauft werden

Verlagsstrategen geben sich dieser Tage optimistisch, was die digitale Zukunft ihrer Produkte angeht. Mit zunehmender Verbreitung von e-(book) Readern und Tablet- PC's - allen voran Appels  Lifestyle Modell "ipad"- steige bei Endverbrauchern auch die Akzeptanz von Büchern in elektonischer Form.

Wie bei den meisten Innovationen der letzten Jahrzente verweist man auf die Entwicklung des Konsumverhaltens der US- Amerikaner. Bislang schwappte schließlich noch jede Trendentwicklung nach good old europe ;).
Der börsennotierte Marktanalyst Forrester Research wartete auf der New Yorker "Digital Book World" Konferenz mit attraktiven Ergebnissen einer relevanten Studie auf. Meiner Meinung nach ist davon am aussagekräftigsten, dass:

  • Knapp über 10 Millionen US- Amerikaner bereits einen e-book Reader besitzen und weitere 10 Millionen ein ipad. Also besitzen immerhin knapp 7 Prozent der US- Amerikanischen Gesamtbevölkerung ein spezielles Lesegerät für elektronische Erzeugnisse.
  • Im Jahre 2010 gaben die US- Amerikaner zirka 1 Milliarde Dollar für digitale Bücher aus. Für das Jahr 2011 wird bereits ein Umsatz von 1,3 Milliarden Dollar avisiert.

Weiterhin gehen US- Verlage davon aus, dass der Absatz von Trivialliteratur, Sach- und Fachbüchern, wissenschaftlichen Publikationen, Zeitungen, Magazinen u.s.w. in digitaler Form durch die bequeme Verfügbarkeit via Internet den Absatz überproportional ankurbeln wird. Man rüstet sich Übersee entsprechend, während einige Verlage hierzulande immer noch versuchen, den Suchmaschinen Geld für Snippets ihrer Inhalte abzuverlangen.

Allerdings finde ich die Prognose, dass im Jahre 2014 digitale Produkte gegenüber den Erzeugnissen aus dem Print- Bereich im Absatz leicht die Nase vorn haben sollen, zumindest hierzulande etwas weit hergeholt. Zumindest was Sparten wie Belletristik, Zeitschriften oder Magazine angeht. Fachbücher oder Ratgeber dagegen werden augenscheinlich schon eher in digitaler Form konsumiert. Wahrscheinlich aber eher deshalb, weil diese Gattungen ihren Käufern durch ihre schnelle und einfache Verfügbarkeit  in Windeseile Hilfe bei bestimmten Problemstellungen verschafft.

Wie sich das Verhalten der Buch- Kunden im deutschsprachigen Raum letztlich mittelfristig entwickeln wird, bleibt erstmal abzuwarten. Auch, beziehungsweise obwohl doch eigentlich jedem klar ist, dass nachfolgende Generationen digitale Bücher so selbstverständlich nehmen werden, wie derzeit Musik im mp3 Format.

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